16. Januar 2009
Staunen an einer Schule in Allermöhe: Die Schüler der Clara-Grunwald-Grundschule erforschen im Rahmen einer Ausstellung naturwissenschaftliche Phänomene. Die Wanderausstellung Mini-Phänomenta der Universität Flensburg gastiert in Allermöhe. Heute Nachmittag erproben Eltern und Schüler gemeinsam die Experimente.
In Hamburgs jüngstem Stadtteil Allermöhe steht eine der Vorzeigeschulen der Hansestadt. Ende 2007 erhielt sie das Gütesiegel der Hamburger Beratungsstelle besondere Begabungen. Bereits 2006 hatten es die Allermöher bis ins Finale des Deutschen Schul-Preises geschafft. Nun erregen Sie mit einem neuen Projekt Aufmerksamkeit:
Die Kinder sollen ins Staunen geraten, ausprobieren und forschend tätig werden. Diese Philosophie steht hinter der Wanderausstellung Mini-Phänomenta. Es werden keine Erklärungen geliefert. Denn dann wären Denken und anfängliches Staunen passé. Die Kinder sollen wieder in den Prozess gelangen, der Forschung eigentlich ausmacht: beobachten, eigene Thesen aufstellen und sie nach weiterem Forschen bestätigen oder wieder verwerfen.
Die Lehrerin Birgit Glomb koordiniert das Projekt an der Clara-Grunwald-Schule in Allermöhe: "Wir Lehrer beobachten und forschen mit. Ich stelle fest, dass manchmal die Grenze zwischen Kind und Lehrer verschwindet und wir gemeinsam Betrachtende und Forschende werden. Allein diese Erfahrung ist für beide Seiten unglaublich wichtig. Mit unglaublicher Intensität lassen sich die Kinder auf die Experimente ein, arbeiten gemeinsam oder allein, gerade so, wie es ihrem Bedürfnis entspricht."
Das phänomenale Projekt passt zu den "Clara-Grunwaldern". Denn auch in anderen Bereichen wirken ihre Lehrinhalte manchmal exotisch. Wer hätte im Unterricht für Sechs- bis Zehnjährige "Japanisch für Einsteiger" erwartet? Neben Lesen, Schreiben und Rechnen werden auch "Arbeiten im Biotop", die "Kinderuni" und "Ballett für Einsteiger" angeboten. "Wir wollen die Eigenverantwortung unserer Kinder stärken und möchten sie für Ziele begeistern, die alle zugleich achten und fördern", erklärt Schulleiterin Angelika Fiedler. "Das verbessert die Unterrichtsqualität, das Schulklima und auch den Umgang mit der kulturellen Vielfalt in unserem Stadtteil."
Die ausgezeichnete Clara-Grunwald-Schule ist auch ein Beispiel dafür, dass sich in Allermöhe eine vielseitige Bildungslandschaft entwickelt hat. Acht Kindergärten, vier Grundschulen und vier weiterführende Schulen sind in Hamburgs jüngstem Stadtteil angesiedelt. So viele Kinder wie hier lernen und spielen sonst nirgendwo in der Hansestadt. 27,9 Prozent der rund 15.000 Einwohner in Allermöhe sind unter 18 Jahre - fast das Doppelte des Hamburger Durchschnitts (15,7%).
Über KOKUS e.V.
Der Kommunikations- und Kunstverein Allermöhe e.V. fördert vielseitige Aktionen in den Bereichen Sport, Musik, Kultur, Jugend und Kunst. In dem eingetragenen Verein sind derzeit 22 Bauherren organisiert, die zusammengenommen einen Wohnungsbestand von rund 1.650 Wohnungen im Stadtteil Allermöhe bewirtschaften. Nähere Informationen finden Sie unter: www.kokus-allermoehe.de
Hinweis an die Redaktion: Eine Besichtigung der Schule und Interviews mit Schulleitung, Lehrern und Schülern koordinieren wir gerne. Wenn Sie Bildmaterial benötigen, melden Sie sich bitte bei uns.
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